Wohnmobil-Infos |
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Urlaub mit dem Wohnmobil Eine der beliebtesten und schönsten Reisemöglichkeiten in Kanada. Der Grund liegt auf der Hand: Wohnmobile kombinieren auf ideale Weise die Naturnähe des Campings mit einem Ausmaß an Komfort, das der Unterkunft im Hotelzimmer durchaus nahe kommt. Sie schlagen also Ihr Lager an den landschaftlich reizvollsten Stellen im Herzen der kanadischen Natur auf und genießen zudem alle Vorteile Ihres „rollenden Appartements“. Ein größeres Maß an Flexibilität in der Routenplanung ist ein weiteres Argument für eine Reise mit dem Wohnmobil. ![]() Wichtig: die richtige Fahrzeugauswahl Diese ist entscheidend für das Gelingen Ihres Traumurlaubs - das zeigt uns die Erfahrung der letzten Jahre. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich vor der Auswahl eines Fahrzeugs ausführlich von uns beraten zu lassen. Gemeinsam werden wir die Ideallösung für Ihre individuellen Urlaubspläne finden. Grundsätzlich unterscheidet man vier Campmobil-Kategorien: 1. Truck & Camper Der Truck Camper bietet in der Regel ein überzeugendes Preis-/Leistungsverhältnis und eignet sich idealerweise für eine Belegung mit zwei Personen. Die Fahrzeuge sind leicht zu handhaben, verfügen über viel Bodenfreiheit und sind sehr gut ausgestattet (meist auch mit Dusche). Es gibt allerdings keinen Durchgang zwischen Fahrerkabine und Wohnraum. Die Wohnkabine selbst ist durchaus geräumig. Widersprechen müssen wir auch dem weit verbreiteten Gerücht, man könne in ihr nicht aufrecht stehen. Mal zum Vergleich: Ein 10-Fuß-Camper bietet als Ausstattung meist genau das, was auch ein 20-Fuß-Wohnmobil bietet - nur das Raumgefühl ist ein anderes, da man nicht (wie im Wohnmobil) den direkten Durchblick durch Fahrerkabine und Windschutzscheibe hat. Mittlerweile verfügen die Trucks einiger Vermieter über Dieselmotoren - in Sachen Verbrauch eine attraktive Variante. 2. Camper Vans bzw. Van Camper sind zu Wohnmobilen umgebaute Vans. Die Ausstattungen und Fahrzeugmaße sind unterschiedlich, doch es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Vans wesentlich kleiner (im Sinne von kürzer) sind als die kleineren Wohnmobilgrößen. Im Gegenteil, mit i.d.R. 20 Fuß Länge entspricht der Van in der Länge ziemlich genau einem kleineren Truck oder Wohnmobil. Wohn- und Fahrerraum sind wie beim Motorhome miteinander verbunden und so ist und bleibt der Van ein schönes und kompaktes Urlaubsfahrzeug. Eine "Schwäche" der Vans ist teilweise jedoch ihr Preis-/ Leistungsverhältnis im Vergleich zu Trucks und Motorhomes. Es sollte also genau geprüft werden, ob entweder ein Truck einen ähnlichen Nutzen zu geringeren Kosten bietet, bzw. ob für einen geringen Aufpreis bereits ein komfortableres Wohnmobil angemietet werden kann. 3. Motorhomes / Wohnmobile Durch ihren großzügigen Zuschnitt und die damit verbundene Ausstattung bieten Wohnmobile den besten Wohnkomfort im Vergleich zu anderen Fahrzeugkategorien. Einige Motorhomes bieten bis zu sechs Schlafplätze, es gibt jedoch immer höchstens zwei permanente Doppelbetten (Heck & Alkoven). Daher sollten Motorhomes, egal wie groß sie sind, mit maximal vier Erwachsenen belegt werden. In diesem Zusammenhang raten wir insbesondere zwei zusammen reisenden Paaren dringend zur Buchung von zwei Wohnmobilen. Der Grund ist einfach: ein Wohnmobil verfügt abgesehen von etwaig vorhandenen Abtrennmöglichkeiten letztlich nur über einen großen Raum. Privatsphäre ist damit ausgeschlossen. Zudem gibt es natürlich auch Komfortunterschiede zwischen den einzelnen Schlafplätzen und den Ablagemöglichkeiten, so dass eine gerechte Gleichverteilung im Mobil in Bezug auf die Schlafstätten eher selten möglich ist. 4. Truck & "5th-Wheel" Eine weitere Truck-Variante ist der sogenannte "5th-Wheel-Camper". Hierbei zieht ein Truck einen sieben bis neun Meter langen Auflieger, welcher auf dem Campingplatz abgekoppelt werden kann, um mit dem Truck allein flexibler zu sein. Eine sehr komfortable Variante für zwei Personen, bei einem Truck mit großer Fahrerkabine und vollwertiger Rückbank (z.B. Traveland) auch für 4 Personen. Das Wichtigste von A-Z Ankunft & Abreise
Im Gegensatz zu Mietwagen können Wohnmobile (i.d.R.) nicht gleich am Ankunftstag übernommen werden. Es empfiehlt sich, die erste Nacht in einem Airporthotel zu bleiben. Ausstattungspaket (Convenience Kits) Die sog. „Convenience Kits“ (obligatorisch) beinhalten die komplette Fahrzeugausstattung inkl. Ess- und Kochgeschirr, Handtücher, Bettzeug etc. All dies ist in Ihrem Wohnmobil bereits enthalten, sofern Ihnen die Convenience Kits bestätigt wurden. Bereitstellungsgebühr (Preparation Fee) Sämtliche Vermieter erheben eine Bereitstellungsgebühr, welche die Vorbereitung des Fahrzeugs sowie die Erstausstattung mit Toilettenchemikalien und Propangas beinhaltet. Einwegmieten Einwegmieten sind bei den meisten Vermietern gegen eine zusätzliche Gebühr möglich, müssen jedoch vorab gebucht werden. Es empfiehlt sich, in Sachen Gepäck eher auf größere Taschen als auf Koffer zurückzugreifen, da man so nicht auf allzuviel Stauraum im Wohnmobil angewiesen ist.
Einweisung Nach Ankunft an Ihrer Vermietstation erfolgt die ausführliche Einweisung. Lassen Sie sich ruhig Zeit und vergessen Sie nicht, die Campingausstattung auf Vollständigkeit sowie das Fahrzeug auf Schäden zu überprüfen. Endreinigung Die Fahrzeuge müssen vor der Rückgabe gereinigt werden (besenrein). Alle Schmutzwassertanks müssen entleert sein, um dies bei der Abgabe nicht berechnet zu bekommen. Eine Endreinigungsgebühr wird vom Vermieter regelmäßig dann erhoben, wenn ein Fahrzeug von außen stark verdreckt bzw. von innen auffällig verschmutzt ist. Geben Sie Ihr Fahrzeug hingegen in besenreinem Zustand ab, wird von den meisten Vermietern auf eine solche Gebühr verzichtet. Dem Vermieter geht es letztlich darum, ob die ohnehin von ihm eingeplante Endreinigung in der üblichen Zeit und mit den üblichen Kosten erledigt werden kann, oder ob für die Reinigung ein höherer Personal- und Materialaufwand als einkalkuliert eingesetzt werden muß. Fahrzeugtypen & -grundrisse Innerhalb der Fahrzeugflotte eines jeden Vermieters gibt es regelmäßig unterschiedliche Fahrzeug- und Aufbautypen, so dass diese von den Katalogangaben abweichen können. Die jeweiligen Abbildungen auf den folgenden Seiten sind somit als Orientierungshilfe gedacht, die einen grundsätzlichen Gesamtzuschnitt der Fahrzeuge darstellen. Sollte der gebuchte Fahrzeugtyp am Aufnahmetag aus bei der Buchung nicht vorhersehbaren Gründen nicht verfügbar sein, behält sich jeder Vermieter das Recht vor, ein gleich- oder höherwertiges Modell zum Buchungspreis zur Verfügung zu stellen. Eventuelle Differenzfolgekosten, beispielsweise in Form eines veränderten Benzinverbrauchs oder unterschiedlicher Park- bzw. Eintrittspreise, werden jedoch nicht vom Vermieter getragen. Führerschein Alle Fahrzeuge können mit einer deutschen Fahrerlaubnis der Klasse B (Klasse III) gefahren werden. Ein internationaler Füherschein wird jedoch grundsätzlich empfohlen. Kaution Vor der Fahrzeugübernahme ist eine Kaution (per Kreditkarte, bevorzugt Visa und Mastercard) zu entrichten. Rauchen im Fahrzeug ist grundsätzlich nicht gestattet. Bei den Fahrzeugen aller Vermieter handelt es sich ausnahmslos um Nichtraucherfahrzeuge. Tiere (Hunde) sind in Wohnmobilen i.d.R. nicht erlaubt. In Einzelfällen kann die Mitnahme eines Hundes jedoch gegen Zahlung einer Gebühr gestattet werden. Bitte anfragen. Transfers ab/bis Airport (-Hotel) Die genaue Abholzeit vereinbaren Sie am Morgen nach der Ankunftsnacht telefonisch mit Ihrem Vermieter. Alternativ erhalten Sie (i.d.R. bereits bei Ihrer Ankunft im Hotel) eine Faxnachricht des Vermieters, mittels der Ihnen die Transferdetails des nächsten Morgens mitgeteilt werden. Versicherungen Die Fahrzeuge sind grundsätzlich haftpflichtversichert. Je nach Vermieter variieren die entsprechenden Deckungssummen. Wichtig: Deckungssummen für Haftpflichtversicherungen und ihre vorgeschriebene Höhe sind in Kanada in aller Regel deutlich höher als beispielsweise in den USA. Unabhängig vom Vermieter kann somit in Kanada grundsätzlich von einem vergleichsweise hohen Haftpflichtschutz (ohne die zwingende Notwendigkeit von Zusatzversicherungen oder Zuzahlungen) ausgegangen werden. Jedoch können durch den Abschluss von Zusatzversicherungen wie VIP oder CDW (o.ä.) die Selbstbeteiligungskosten für Schäden am eigenen Fahrzeug gesenkt und der gesamte Leistungsrahmen verbessert werden - beispielsweise durch Verringerung der zu hinterlegenden Kaution bei Abschluss der VIP-Versicherung. Nähere Angaben zu Versicherungen siehe Folgeseiten. Wissenswertes von A bis Z 1. Alkohol Der öffentliche Alkoholkonsum ist in Kanada in aller Regel verboten. Eine Ausnahme stellen neben lizensierten Restaurants und ähnlichen Institutionen die persönlichen Stellplätze auf den Campgrounds dar. Grundsätzlich kann man Alkohol nur in Spezialgeschäften ("Liquor Stores", Bier und Wein auch in "Cold Beer & Wine Stores” oder Bars/Pubs) kaufen. Wein und Bier gibt es ab 18 Jahren, alles andere ab 21. Tipp: Ein "Cold Beer & Wine Store" (bzw. Pub/Bar) unterscheidet sich von einem Liquor Store dadurch, dass man das Bier gekühlt erhält und in aller Regel auch mehr dafür bezahlen muss. 2. Angeln Jeder Angler sollte die für die jeweilige Provinz gültige Fishing Licence besitzen, die in vielen Sportläden und sogar Tankstellen erhältlich sind (hier gibt es dann auch weiteres Zubehör). In Sachen Ausrüstung reichen in der Regel eine einfache Rute, ein paar Blinker und Grundbleie sowie einige verschiedene Haken aus. Gefangen werden meist Forellen, mit Glück auch mal ein Lachs (wenngleich dies nicht ohne weiteres mit einer einfachen Fishing Licence erlaubt ist - hier werden ggf. weitere sog. "Salmon Tags” benötigt). 3. Ausrüstung Neben der Ausrüstung, die im Falle der Anmietung eines Wohnmobils in den sog. "Convenience Kits" enthalten ist, ist es in jedem Fall ratsam mindestens eine Taschenlampe, mehrere Feuerzeuge und ein gutes Taschenmesser dabei zu haben. Diese Sachen werden sich sehr schnell zu Alltagsgegenständen entwickeln. Ebenso sollte man an die abendliche Beleuchtung denken. Hierzu empfehlen wir einfache Petroleumlampen oder die weniger geruchsintensiven Kerzenlampen. Eine "hellere" Variante sind die in jedem Hardware Store oder Baumarkt zu beziehenden Gas- oder Benzinlampen der Firma Coleman. Unverzichtbar für das allabendliche Lagerfeuer ist eine Axt, welche man natürlich vor Ort in sog. ”Hardware Stores” kaufen oder ggf. beim Vermieter gegen Gebühr ausleihen kann. Bei einigen Wohnmobilvermietern ist die Axt auch bereits im Gesamtpaket enthalten. 4. Bären Angst oder Panik vor Bären ist in aller Regel unbegründet und fehl am Platz. Es gibt einige Verhaltensregeln, mit denen man sich vertraut machen sollte. Solange diese befolgt werden, wird es keine negativen Erlebnisse mit Bären geben. Wenn man tatsächlich einmal das große Glück hat, einen Schwarzbären zu sehen, sollte man dies auch als ebensolches Glück betrachten. Bitte Anhang "Wilde Tiere" beachten! 5. Benzin Tankstellen gibt es in den meisten Regionen ausreichend. Wenn man in entlegenere Gebiete kommt, weisen in der Regel Schilder darauf hin, die Fülle des Tanks sicherzustellen. Reservekanister wird man daher nicht benötigen. Die kanadische Bezeichnung für Benzin ist "gasoline", kurz "gas". Man erhält es in drei verschiedenen Formen: Regular = verbleites Normalbenzin Regular unleaded = unverbleites Normalbenzin Premium = verbleites Super Premium unleaded = unverbleites Super Diesel 6. Camping Die Campgrounds in den Provincial Parks liegen meist landschaftlich sehr schön an einem See oder Fluss. Jeder Stellplatz ist mit einem Tisch und einer Feuerstelle versehen und kostet 12-25 Dollar. Wer (nur außerhalb der Nationalparks!) wild campt muss natürlich auf diesen Komfort verzichten. Reservierungen von Campgrounds sind nur teilweise möglich, daher sollte man sich immer ein gewisses Maß an Flexibilität wahren. Wer Wert auf mehr Komfort legt, ist auf die privaten Campgrounds angewiesen, welche zwar gut ausgestattet, dafür aber teurer sind und nicht selten landschaftlich weniger attraktiv liegen. 7. Entfernungen sind in Kanada immer groß, auch wenn die Kilometerzahl für Europäer auf dem Papier gelegentlich gar mickrig wirken mag. Eine scheinbar kurze Etappe kann sich durch Tempolimits, Gebirge, Fährfahrten, Fotostopps, Kurzwanderungen usw. unerwartet lang hinziehen. Besser ist also in jedem Fall, bei der Tagesroute großzügig zu kalkulieren. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine solch großzügige Streckenkalkulierung natürlich der Regelfall für Etappen unserer Routenausarbeitungen für Wohnmobiltouren. Entfernungen und Geschwindigkeiten werden übrigens wie in Deutschland in Kilometern angegeben. 8. Fahrenheit Temperaturen (vor allem in den Wettervorhersagen im Radio) werden teilweise noch in Fahrenheit angegeben. Der Vollständigkeit halber sei hier die entsprechende Umrechnungsformel zu Ermittlung der entsprechenden Gradzahl in Celsius erwähnt. Der Wassersiedepunkt auf der Fahrenheitskala liegt bei 212 Grad, der Gefrierpunkt bei 32 Grad. Hieraus leitet sich ab: (Grad in Fahrenheit - 32) : 9 x 5 = Grad in Celsius 9. Feiertage New Year's Day : 1. Januar Good Friday : Karfreitag Canada Day: 1. Juli BC Day: 1. Augustmontag (Long Weekend!) Labour Day : 1. Septembermontag (Long Weekend!) Thanksgiving: 2. Oktobermontag (Long Weekend!) Remembrance Day: 11. November Achtung: An langen Wochenenden (BC Day / Labour Day) füllen sich die Campgrounds schnell!! 10. Feuer (Camping) Das Lagerfeuer ist ein sehr wichtiger Bestandteil einer Kanada-Reise. Jeder Stellplatz der Campgrounds hat eine Feuerstelle. Nichtsdestotrotz ist Feuer eine der größten Gefahren für die kanadischen Waldflächen. Deshalb bitten wir Sie, sich entsprechend verantwortungsbewusst und gemäß den Richtlinien der Provinzparks zu verhalten. 11. Frühstück in Westkanada ist eine kleine Wissenschaft für sich. Hier einige elementare Hinweise und Tipps für den Besuch sowohl von Hotelrestaurants, "Country Kitchens" oder "Breakfast Cafes": 1. Unter "Continental Brekafast" versteht man das einfache Frühstück mit Brot, Marmelade etc. 2. Das "Canadian/American Breakfast" ist dagegen eine eher herzhafte Frühstücksvariante. Fester Bestandteil neben den variierbaren Beilagen wie "Ham" (dicker Kochschinken), "Bacon" (gebratener Schinkenspeck) oder "Sausages" (kleine Frühstücksbratwürstchen) sind 1-3 Eier. Letztere werden serviert als Spiegelei ("sunny side up"), auch von der Oberseite leicht angebraten ("over easy”), von beiden Seiten angebraten ("medium”) oder als Rührei ("scrambled eggs”). Dazu gibt es helles oder dunkles Toast sowie "Hash Browns" (= Bratkartoffeln). 12. Führerschein Ein internationaler (bzw. auch englischsprachiger) Führerschein ist grundsätzlich zu empfehlen, da er auch von einem einfachen Landpolizisten gelesen werden kann. 13. Geld Man sollte darauf verzichten, Euro-Bargeld mitzunehmen. Zudem sollten Sie im Besitz einer gängigen Kreditkarte sein. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass bei einer Kreditkartenzahlung immer der günstige ”Geldkurs” und nicht der wesentlich teurere ”Sortenkurs” zugrunde gelegt wird. Das macht pro gezahlten Dollar schon einige Cent aus. Wenn man nun möglichst viel (Einkäufe, Benzin, Restaurants, etc.) mit der Kreditkarte zahlt, kann sich am Ende des Urlaubs durchaus ein recht ansehnlicher Betrag "angespart" haben. Empfehlenswert sind aufgrund der großen Akzeptanz sowohl MasterCard als auch Visa. An den meisten Geldautomaten ist zusätzlich der Einsatz der EC-Karte möglich. 14. Hygiene (Camping: gilt für Wohnmobil-Routenausarbeitungen) Abgesehen von den Annehmlichkeiten des Wohnmobils sollten die Ansprüche auf diesem Gebiet zurückgeschraubt werden - zumindestens dann, wenn man die wilderen Provincial Parks ansteuert. Waschen kann man sich hier teilweise nur unter dem Kaltwasserhahn oder im Fluss/See. Toiletten sind in Provincial Parks nicht selten nur in Form von Plumpsklos vorhanden. Rasierer müssen (abgesehen vom Strom im Campmobil) größtenteils auf Strom verzichten. Daher ist sowohl die Nassrasur als auch der "Kanadabart" durchaus eine Überlegung wert. 15. Hilfsbereitschaft wird man in Kanada zuhauf erfahren. Daher sollte man sie auch selbst jederzeit gewähren. 16. Impfungen Spezielle Impfungen sind für einen Urlaub in Kanada nicht erforderlich. 17. Jet-Lag Die Zeitverschiebung Deutschland-Vancouver beträgt 9 Stunden (minus 9 Std.). Das kann nach dem Flug zu schaffen machen. Daher sollte man sich zwecks Aklimatisierung für den ersten Tage nicht allzuviel vornehmen. Unser Tipp: Trinken Sie im Flugzeug wenig Alkohol, dafür jedoch viel Wasser (oder Orangensaft). Halten Sie nach der Landung dann möglichst lange (bis 22 oder 23 Uhr) durch, bevor Sie sich zu Bett begeben. So sollten Sie dann am nächsten Morgen bereits problemlos nach kanadischer Zeit aufwachen und den neuen Rhythmus schon verinnerlicht haben. Der Jet-Lag nach dem Rückflug nach Deutschland kann erfahrungsgemäß größere Schwierigkeiten bereiten. 18. Karten Für weitere, über das Kartenmaterial in Ihrem Infopaket hinausgehende Detailinformationen zu speziellen Regionen sollte man direkt vor Ort die sog. Travel Info Centres ansteuern (direkt am Highway!). 19. Konsulat Die Adresse der Botschaft in Kanada lautet: Deutsche Botschaft 1 Waverly St. K2P 0T8 Ottawa, ON Canada Tel: 001-613-232-1101 20. Krankheit Das medizinische System ist in Kanada gut strukturiert. Die ärztliche Versorgung ist in der Regel auch bei Aufenthalten in entlegeneren Regionen zügig möglich. Das Mitführen einer Hausapotheke oder eines 1. Hilfekastens ist selbstverständlich zu empfehlen. Über den Versicherungsschutz im außereuropäischen Ausland sollte man sich bei seiner Versicherung erkundigen. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung könnte ratsam sein. 21. Kühlung von Lebensmitteln unterwegs Wohnmobile sind meist mit Kühlschrank ausgestattet. Für PKW-Reisende ist dies häufig ein problematischerer Punkt, da bestimmte Lebensmittel immer gekühlt werden müssen, und andere gekühlt einfach besser schmecken. Unser Tipp: Kaufen Sie (beispielsweise in einem Hardware Store) für ein paar Dollar eine Kühlbox (Tipp: "Canadian Tires" <- in größeren Städten) und füllen Sie diese regelmäßig mit Eis auf. Achten Sie darauf, eine Kühlbox mit Abflussstöpsel zu kaufen. So können Sie aufgetautes Wasser problemlos alle 2-3 Tage ablassen, ohne immer gleich die ganze Box ausräumen zu müssen. Eis gibt es an jeder Tankstelle und in jedem Supermarkt. Tipp: Kaufen Sie Ihr Eis möglichst in ganzen Blöcken. So hält es sich in Ihrer Kühlbox bis zu drei Tage! Achtung: Die Box sollte im Wagen an einem Ort stehen, wo im Zweifelsfall ruhig mal ein wenig Schmelzwasser auslaufen kann. 22. Medikamente sind in den Pharmacy-Abteilungen größerer Supermärkte problemlos erhältlich. Für auch in Kanada verschreibungspflichtige Medikamente gibt es in diesen Abteilungen gesonderte Counter, an denen Sie - praktisch wie in einer europäischen Apotheke - von Pharmazeuten bedient werden. Besondere bzw. unübliche Medikamente sollten natürlich mitgeführt werden. 23. Moskitos sind nicht zu vergleichen mit den aus Europa bekannten Mücken. Sie können aggressiver ausfallen und dann z.B. auch durch enganliegende Jeanshosen stechen. Die Zahl der Moskitos hängt hauptsächlich vom Wasserreichtum des Frühjahres/-sommers ab. Natürlich ebenso von der Gegend. Schützen kann man sich jedoch in jedem Fall. Die in Kanada angebotenen Mittel wie "OFF - DEEP WOODS" können teilweise jedoch in dermatologischer Hinsicht aggressiv sein. Man sollte zunächst die Hautverträglichkeit testen. Die in Deutschland bekannten Mittel wie Autan bieten oft keinen ausreichenden Schutz. Aber wie gesagt: viel hängt vom Regenreichtum und von der Schneeschmelze im Frühjahr ab. Die letzten Jahre waren in Westkanada (B.C./Alberta) allesamt vergleichsweise harmlos. Im Normalfall wird man nicht selten völlig ohne o.g. Mittel auskommen. Und der Hinweis für all diejenigen, die im September/Okober in die kanadischen Berge reisen: Nach dem ersten Frost ist man die kleinen Sauger in aller Regel los... 24. Pannen Im Falle eines Falles stehen dem Individualreisenden meist die Servicenummern der Vermieter zur Verfügung. Für die Soforthilfe in sehr entlegenen Regionen ist es üblich, ein weißes Tuch am Wagen zu befestigen, um vorbeifahrenden Autos zu signalisieren, dass man Hilfe benötigt. Die Hilfsbereitschaft in diesen Regionen ist ein ungeschriebenes Gesetz an das man sich selbst auch halten sollte. 25. Pass Zur Einreise nach Kanada reicht der Personalausweis nicht aus. Man benötigt als deutscher Staatsbürger einen gültigen Reisepass. Aktuelle Detailinfos zu Fragen der Einreiseformalitäten erhalten Sie bei den kanadischen Konsulaten oder beim Auswärtigen Amt: www.auswaertiges-amt.de 26. Reisegepäck Bitte denken Sie daran, Ihr Reisegepäck nicht abzuschließen, da es jederzeit für Sicherheitskontrollen zugänglich sein muss (auch in Ihrer Abwesenheit, z.B. wenn Sie das Gepäck schon eingechecked haben). Für entstehende Schäden, hervorgerufen durch gewaltsames Öffnen wird keine Haftung übernommen. 27. Straßen Was in Kanada Highway heißt, würde in Deutschland größtenteils als Landstraße bezeichnet werden. Was drüben Straße heißt, würde bei uns entweder als Landweg, häufig jedoch auch als Schotter- oder sogar Feldweg angesehen werden. Dies gilt natürlich nicht für die Städte, deren Straßen fast ausschließlich im US-amerikanischen Schachbrettsystem angelegt sind. Einige unserer Insidertipps sind ausschließlich über Schotterstraßen zu erreichen. Wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist, sollte man vorher prüfen, ob der Zustand der Straße ein Passieren erlaubt. Wir weisen darauf hin, dass auf Schotterstraßen oftmals der Versicherungsschutz der Vermieter entfallen kann. 28. Strom In ganz Nordamerika gibt es ausschließlich Wechselstrom mit 110 Volt Spannung und 60 Hz. Daher kann man aus Deutschland mitgebrachte Geräte häufig nicht unmittelbar an das dortige Stromnetz anschließen. Für den Anschluss an eine Steckdose benötigt man einen Adapter, den man im deutschen Fachhandel unter dem Namen "Amerikastecker" erhalten kann. Zusätzlich müssen die Geräte natürlich auch (automatisch oder manuell) auf 110 Volt umstellbar sein. 29. Taxes (Steuern) In aller Regel werden auf die ausgezeichneten Preise 5% Bundessteuer (GST = "Golds and Service Tax") aufgeschlagen. Hinzu kommen folgende Provinzsteuern: British Columbia 7% PST ("Provincial Sales Tax") Saskatchewan 5% PST Manitoba 7% PST Ontario 8% PST Quebec 7,5% PST Prince Edward Island 10% PST Newfoundland 13% HST ("Harmonized Sales Tax" - diese beinhaltet die GST!)) New Brunswick 13% HST Nova Scotia 13% HST 30. Telefonieren An den meisten Telefonzellen - auch auf dem Land - können Sie inzwischen auch mit der Kreditkarte Ihr Telefongespräch bezahlen. Sie müssen dafür nur Ihre Kreditkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken, damit die Karte eingelesen wird. Danach können Sie die Karte wieder herausnehmen (sie muss also nicht während des Gesprächs stecken bleiben!). Dies ist die wohl komfortabelste Variante, da Ihrer Karte exakt das belastet wird, was Sie auch "vertelefoniert” haben. Die kostengünstigste Methode für Transatlantikgespräche hingegen ist nach wie vor, sich zum Reisebeginn vor Ort eine Telefonkarte zu kaufen. Karten verschiedener Anbieter sind an Tankstellen oder in Supermärkten und Drugstores erhältlich (z.B. in Läden der Kette Seven-Eleven). Durch das Vorwählen einer auf der Karte abgedruckten Nummer sowie eines vor Gebrauch auf der Karte freizurubbelnden privaten PIN-Codes kann man von jeder Telefonzelle aus nach Deutschland telefonieren. Dies funktioniert übrigens auch von privaten Telefonanschlüssen oder vom Hotelanschluss. Da man sich mit einer gebührenfreien Nummer einwählt fallen für den örtlichen Anschluss keine Gebühren an. Nützlich kann es sein, sich eine Telefonkarte eines Unternehmens zuzulegen, die ein telefonisches "Wiederaufladen" der Karte mittels Kreditkartenzahlung ermöglicht. Achten Sie auf einen entsprechenden Vermerk auf der Rückseite der Telefonkarte. Auch das Mobilfunknetz - für alle Besitzer von Triband-Mobiltelefonen - ist in Kanada inzwischen recht gut ausgebaut. Allerdings gilt dies nach wie vor nur für Städte und Ortschaften. Somit müssen Sie beispielsweise bei einer Wohnmobilreise damit rechnen, dass Sie nur unterwegs, nicht aber von einem Standort (sprich Campground) aus telefonieren können, während es natürlich durchaus sein kann, dass es selbst auf einem entlegenen Park-Campground eine Telefonzelle gibt. Natürlich sind Roamingkosten beim Mobilfunk wesentlich höher als die Nutzungskosten von Festnetzleitungen. 31. Trinkgeld Prinzipiell ist es natürlich jedem selbst überlassen, wieviel Trinkgeld er gibt. Da sich die Kellner in der Regel jedoch aufgrund niedriger Stundenlöhne zum großen Teil aus den Trinkgeldern finanzieren, ist es üblich, ca. 15% Trinkgeld zu geben. Beispiel: In einem Pub/Restaurant mit Tischbedienung kein Trinkgeld zu geben signalisiert dem Kellner, dass man mit seinem Service höchst unzufrieden war. 32. Verkehrsbestimmungen Diese gleichen den deutschen Bestimmungen. Manche Schilder mögen vielleicht anfänglich fremd erscheinen, man wird jedoch sehr schnell die bekannten Symbole wiedererkennen. Wichtig: die in Deutschland neu eingeführte Regel des "Grünen Pfeils" gilt in Kanada schon lange, und dies auch, wenn an der Ampel kein extra Symbol angebracht ist. Das bedeutet: rechts abbiegen ist auch bei rot immer erlaubt, es sei denn, es ist explizit per Schild verboten oder es gibt eine eigene Rechtsabbieger-Ampel. Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass die Ampeln hinter der Kreuzung, und nicht wie in Deutschland, davor stehen bzw. hängen. Alkohol am Steuer ist absolut verpönt und wird im Schadensfall bzw. bei Überschreiten der Promillegrenze hart geahndet. 33. Versicherungen Jeder Reisende sollte über einen ausreichenden Auslandskrankenversicherungsschutz verfügen. Ebenso sollte der unvorhergesehene (z.B. krankheitsbedingte) Reiserücktritt abgesichert sein, idealerweise in Kombination mit der Absicherung des Reiseabbruchrisikos. So sind Sie und Ihr Reisebudget nicht nur vor Reiseantritt abgesichert, sondern Sie können auch mit einer anteiligen Erstattung rechnen, sollten Sie Ihren Urlaub beispielsweise bereits nach wenigen Tagen aus versicherungsrelevanten Gründen abbrechen müssen. 34. Zeitzonen Kanada ist in sechs Zeitzonen eingeteilt (von Ost nach West): Newfoundland Time: MEZ minus 4 Std (Newfoundland) Atlantic Time: MEZ minus 5 Std (New Brunswick, Nova Scotia, Pr. Edward Island) Eastern Time: MEZ minus 6 Std (Québec, Ontario) Central Time: MEZ minus 7 Std (Manitoba, West-Ontario, Ost-Saskatchewan) Mountain Time: MEZ minus 8 Std (Alberta, West-Sasketchewan) Pacific Time: MEZ minus 9 Std (British Columbia, Yukon Territory) Alaska Time: MEZ minus 10 Std (in Alaska) Die Sommerzeit (Daylight Saving Time, DST) tritt vom ersten Aprilsonntag bis zum letzten Oktober-Sonntag in Kraft. Sie gilt nicht für Saskatchewan. 35. Zoll Pro Person darf eine Stange Zigaretten und eine Flasche Alkohol eingeführt werden. Achtung: Messer und Nageletui gehören auf jeden Fall in den Koffer, nicht ins Handgepäck, da sie einem auf jeden Fall beim Sicherheitscheck abgenommen werden. Achten Sie darauf, eine mitgebrachte Angel oder ein Schweizer Taschenmesser nicht als "Jagdgerät" oder "Waffe" zu deklarieren, da Ihnen sonst einige längerwierige Gespräche am Zollschalter bevorstehen könnten. |
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